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Lesenacht 2006 Klasse 3b

In der Nacht von Freitag (24.03.06) auf Samstag (25.03.06) fand unsere Lesenacht statt.
Zu dieser Zeit beschäftigten wir uns im Sachkundeunterricht mit dem Thema „Sterne und Planeten“. Über einen Monat lang stand uns zu diesem Thema auch der „Frankfurter Bücherrucksack“ mit ungefähr 60 Büchern zur Verfügung. Da bot sich eine Lesenacht natürlich geradezu an.
Wir trafen uns alle um 19.30 Uhr in unserem Klassenraum und schlugen dort mit Hilfe unserer Eltern unsere Bettlager auf. Viele Tische und Stühle mussten wir aus dem Klassenraum räumen, und unsere Betten passten gerade so rein. Dicht an dicht lagen wir nebeneinander. Bis halb elf gab es ein Programm.
Zuerst sang uns die Mutter von Jonathan ein spanisches Lied vor und spielte dazu Gitarre. Anschließend las sie uns die Geschichte „Müllgeschenke“ von Gudrun Pausewang vor und zeigte uns dann auf dem Globus, wo die Geschichte spielte. Wir hörten aufmerksam zu und es war ganz still, als sie mit dem Vorlesen fertig war, denn die Geschichte war ein bisschen traurig, aber schön.
Im Anschluss daran berichteten 8 Kinder unserer Klasse über die 8 Planeten unseres Sonnensystems: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Jedes Kind hatte einen tollen Vortrag vorbereitet und wir klatschten für ihre Mühe kräftig in die Hände.
Dann setzte sich Frau Döppes auf den Lesethronsessel und las uns die griechische Sage über das Sternbild des „Großen“ und „Kleinen Bärens“ vor.
Dazu passend bastelten wir uns nun das Sternbild des „Großen Wagens“, das mit seinen 7 Sternen Teil des „Großen Bärens“ ist. Auf eine mit Goldfolie umwickelte Toilettenpapierrolle klebten wir einen runden, schwarzen Kartondeckel, in den wir vorher mit einer Schere 7 Löcher (4 Wagenräder und eine Deichsel mit 3 Löchern) ausgeschnitten hatten. Wir machten das Licht aus. Alles war ganz dunkel. Nur unsere Taschenlampen leuchteten unter den Toilettenpapierrollen und warfen das Sternbild des „Großen Wagens“ an die Zimmerdecke. Wir mussten eine Weile üben, bis es gelang. Es klappte nur, wenn man die Taschenlampe ein bisschen schräg hielt.

     

Am Ende unseres Programms las uns Frau Döppes noch ihre Lieblingsgeschichte aus ihrer Kindheit vor. Sie hatte ihr Buch von früher mitgebracht und uns gezeigt. Als kleines Kind hatte sie alle Seiten voll gekritzelt. Das Buch hieß „Der kleine Häwelmann“ von Theodor Storm. Später durften wir im Antolin-Programm im Computer auch dazu die Fragen beantworten und konnten dadurch unseren Punktestand erhöhen.
Nachdem wir unsere Schlafanzüge angezogen hatten, kuschelten wir uns endlich in unsere Betten und durften so lange in unseren mitgebrachten Büchern lesen, wie wir wollten; zuerst bei Licht und später, als einige Kinder schlafen wollten, mit unseren Taschenlampen. Einige Kinder lasen bis zum nächsten Morgen und schliefen erst gegen halb vier Uhr morgens ein.
Um 8 Uhr kamen einige Mütter und brachten uns zum Frühstück heißen Kakao und Tee, Waffeln und Brezeln. Nachdem wir wieder alles aufgeräumt hatten, wurden wir um 9 Uhr von unseren Eltern abgeholt. Gut, dass am nächsten Tag Sonntag war und wir uns richtig ausschlafen konnten.
 

Lesen, lesen ohne Ende!

Die Lesenacht war super cool. Wir haben so lange gelesen, bis wir eingeschlafen sind und nicht mehr lesen konnten. Ich war einer von denen, der am längsten gelesen hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht, als wir über Planeten einen Vortrag gehalten haben. Ich habe mein Buch fertig gekriegt. Aber zum Glück hatte ich zwei Bücher mit dabei.
Philipp

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